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Die intensiven Bemühungen der Politik und der Wasserbehörden zur Gewässerreinhaltung haben in den vergangenen Jahrzehnten auch in unserer Region zu einer deutlichen Verringerung von starken punktuellen Schmutzwassereinleitungen geführt. Der Prozentsatz der an öffentliche Kläranlagen angeschlossenen Haushalte ist deutlich gestiegen und abwasseremittierende Betriebe wurden durch Umweltauflagen verpflichtet, die Emissionen zu reduzieren. Leider gab und gibt es aber immer noch eine Vielzahl illegaler Einleitungen, die trotz Kenntnis der Wasserbehörden nicht abgestellt wurden. Die o.a. Maßnahmen zur Gewässerreinhaltung waren ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum politischen Ziel, alle Fließgewässer in Rheinland-Pfalz mindestens in die Gewässergüteklasse II zu bringen. Übersehen oder aber stillschweigend geduldet wurde und wird offensichtlich weiterhin die schleichende Verunreinigung der Gewässer durch einsickernde oder bei Regen abgespülte Düngestoffe aus der Landwirtschaft. Diese bilden nach Angaben des Umweltbundesamtes mittlerweile den weitaus größten Teil der gewässerbelastenden Nitrat- und Phosphateinträge. Nach neuen wissenschaftlichen Untersuchungen scheint die Belastung unserer Fließgewässer mit diesen Düngestoffen in einem direkten Zusammenhang mit den dramatisch einbrechenden Populationen der heimischen Äschen-, Barben- und Nasenpopulationen zu stehen. Auch in den Eifelbächen sind kaum noch starke Äschen zu finden. Die Barben- und Nasenbestände schrumpfen und bestehen fast nur noch aus alten Fischen. Dies ist ein Hinweis auf eine Störung der Reproduktion, für die chemisch-physikalische Prozesse im kiesigen Substrat, das den Fischen als Laichbett dient, verantwortlich gemacht werden.
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Bei Irrel existierte bis vor kurzem diese massive Abwassereinleitung, der wir uns gewidmet haben. Nach vielen schriftlichen Eingaben und einer Strafanzeige gegen den verantwortlichen Behördenmitarbeiter wurde endlich ein Abwasserkonzept umgesetzt und der bisher nur an die Prüm “angeschlossene” Abwasserkanal in die Kläranlage geleitet.
Ansprechpartner: Arnold Mai: arnoldmai@gewaesserschutz-eifel.de
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